Giftfreies Gärtnern

Das Who’s Who im quietschfidelen Garten

 
Erdkröte im Gras. Foto: Taka, CC-BY-SA-3.0-migrated

Erdkröte

Zu ihren Lieblingsspeisen zählen Nacktschnecken, Kartoffelkäferlarven, Falter wie Kohl- und Erdeulen, Rapsglanzkäfer, Fliegen, Raupen, Asseln und Insektenlarven.

Biologie

Die Erdkröte (Bufo bufo) ist die größte heimische Krötenart. Sie besitzt einen kräftigen, graubraunen, warzigen Körper. Sie hat goldene bis kupferrote Augen mit charakteristischen waagerechten Pupillen. Die Kröte kann ein Sekret ausscheiden, das die Schleimhäute und Augen anderer Lebewesen reizt und sie so vor Fressfeinden schützt – deshalb nach Berührung immer die Hände waschen!

Die Kröten paaren sich im Frühjahr bei feuchtem Wetter und laichen jedes Jahr in dasselbe Gewässer 3000 bis 6000 Eier ab. Dabei sind sie sehr anspruchslos und akzeptieren, unabhängig von Nährstoffgehalt oder pH-Wert, nahezu jedes stehende Gewässer. Die Jungen verlassen Ende Juni bis Juli das Wasser. Die Tiere können bis zu 30 Jahre alt werden. Zu beobachten ist die Erdkröte ab März nach dem Frost hauptsächlich bei Nacht oder in der Dämmerung.

Lebensraum

Erdkröten treten im Umkreis von 1-2 km um ihr Laichgewässer auf, das auch ein naturnaher Gartenteich sein kann. Tagsüber hält sich das Tier an feuchten, dunklen Orten auf. Einen geschützten Lebensraum kann man durch Laub- oder Reisighaufen, Totholz, Bretter, Wildstrauchhecken, krautige Pflanzen oder Höhlen in Trockensteinmauern und Steinhaufen bereitstellen. Die Kröte überwintert in tiefen Erdhöhlen, unter Wurzeln, Holz, Laub oder Steinen, im Komposthaufen oder in einer „wilden Ecke“ im Garten. Gewächshäuser sind ebenfalls beliebt. Die Erdkröte wird u.a. durch die Belastung ihrer Gewässer mit Dünger, Pestiziden oder Müll gefährdet.

Nahrungsquellen

Erdkröten finden in einem naturnah gestalteten Garten ausreichend Kleintiere wie Nacktschnecken, Käfer, Spinnen oder Regenwürmern. Pestizide gefährden die Tiere, z.B. das Fressen von mit Schneckenkorn vergifteten Schnecken ist auch lebensbedrohlich für sie.

 

 

Quellen:
Pflanzenschutz im Biogarten.
Marie-Luise Kreuter. 2001. BLV Verlag
Biologischer Pflanzenschutz im Garten. Otto Schmid, Silvia Henggeler. 10. Auflage 2012. Ulmer Verlag
Natur im Garten: „Natur-Nische Hausgarten“. Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft. 2011
www.nabu.de
Fotos: CC-BY-SA-3.0-migrated: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bufo_bufo_1_(2005_07_11).jpg
CC-BY-3.0 H.Krisp: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bufo-bufo-erdkroete-paarung.jpg
Erdkröten und Erdkröte im Gebüsch, Pixabay (CC0 Public Domain, Freie kommerzielle Nutzung, Kein Bildnachweis nötig): https://pixabay.com/de/eine-kr%C3%B6te-erdkr%C3%B6te-der-frosch-293607/ und https://pixabay.com/de/erdkr%C3%B6te-kr%C3%B6te-amphibien-tier-1719728/
CC-BY-SA-3.0-migrated Marek Szczepanek: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bufo_bufo_(Marek_Szczepanek).jpg
Pflanzenschutzamt Berlin: Erdkröten
Public domain: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Erdkr%C3%B6te_10-05.JPG?uselang=de