Giftfreies Gärtnern

Das Who’s Who im quietschfidelen Garten

 
Zauneidechse. Foto: Böhringer Friedrich, CC BY-SA 3.0

Eidechsen

Eidechsen sind nicht wählerisch und fressen eine Vielzahl von Insekten, Käfern, Heuschrecken, Spinnen, Würmer, Schmetterlinge und deren Raupen. Dadurch regulieren Sie den Bestand an Organismen, die im Garten Schäden anrichten können auf ein verträgliches Maß.

Biologie

Am häufigsten im Garten anzutreffen sind Zauneidechse und Waldeidechsen. In sonnigen Regionen kommen auch Smaragdeidechsen und Mauereidechsen vor. Sie alle sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz, Kapitel 5 (§§ 37 bis 55) streng geschützt. Die Reptilien sind wechselwarm und regulieren ihre Körpertemperatur indem sie sonnige oder schattige Plätze aufsuchen. Bei niedrigen Temperaturen fallen sie in Winterstarre.

Zauneidechsen werden max. 24 cm lang und sind sehr standorttreu. Die Weibchen sind bräunlich mit hellen Flecken. Ihre Eier legen sie in selbst gegrabene Höhlen im Sand ab. Die größeren Männchen tragen in der Paarungszeit eine leuchtend grüne Färbung. Die Waldeidechse ist ca. 15 cm lang. Sie hat einen dunkelbraunen Rücken mit Flecken und eine helle Bauchseite. Die Weibchen brüten die Eier im Körper aus und bringen lebende Junge zur Welt.

Lebensraum

Ein vielfältig strukturierter Garten fördert die Ansiedlung von Eidechsen (Lacertidae).
Sie brauchen Sonnenplätze wie unbewachsene Bodenstellen, Einzelsteine oder Steinelemente wie Steinhaufen oder Kräuterspirale. Versteckte Winkel dienen als Unterschlupf und zur Abkühlung, beliebt sind Totholzelemente, Trockensteinmauern und dichte Wildstrauchhecken. Für die Eiablagen graben Eidechsen Löcher in offenliegenden, lockeren, meist sandigen Boden. Die Eier werden von der Sonne ausgebrütet. Auch die Verrottungswärme von Komposthaufen kann genutzt werden.

Katzen sind eine Gefahr für Eidechsen. Sonnenplätze und Eiablagestellen können mit Maschendraht überspannt oder mit dornigen Ästen von Rosen und Brombeeren geschützt werden. Schächte oder Tonnen können zu Fallen werden und müssen gesichert werden. Teiche müssen mit Aufstiegsmöglichkeit ausgestattet sein.

Nahrung

In einem naturnahen Garten mit vielfältigen Blühpflanzen finden Eidechsen ein gutes Angebot an Insekten, Würmern, Spinnen usw. Förderlich sind Wildblumenwiesen, Wildstrauchhecken und Steinelemente die mit Kräutern und Ranken bewachsen sind. Eidechsen jagen gerne auf flach oder lückig bewachsenen Flächen. Beete mit flachen Kräutern und Stauden eignen sich gut. Vorsicht bei der Rasenpflege: Aktivitätszeiten der Eidechsen beobachten (vor allem tagsüber bei Wärme und Sonnenschein) und das Mähen, Trimmen und Vertikutieren zu diesen Zeiten meiden, sowie einzelne hochgewachsene Streifen zur Deckung stehen lassen.

Info: Unkrautvernichtungsmittel bauen sich zu hormonähnlichen Substanzen ab und gefährden die Fortpflanzung der Reptilien.

 

 

Quellen:
www.nabu.de
www.bund.net
darmstadt.bund.net/
www.gartenfreunde.de/gartenpraxis/tiere-im-garten/eidechsen-im-naturgarten/?search=true
Fotos:  CC BY-SA 3.0 Böhringer Friedrich: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:M_Zauneidechse1_Edit1.jpg und https://commons.wikimedia.org/wiki/File:M_Zauneidechse4.JPG 

CC BY-SA 3.0 Hedwig Storch: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Eidechse_auf_Brombeere_6657.JPG?uselang=de#/media/File:Eidechse_auf_Brombeere_6662.JPG und https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Eidechse_5476.jpg?uselang=de
CC-BY-SA-3.0 Xocolatl: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Paestum_Eidechse_6.jpg?uselang=de
CC BY-SA 3.0 DE Jörg Hempel: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lacerta_agilis_LC0388.jpg
CC-BY-SA-3.0 Mathias Krumbholz: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Zootoca_vivipara_01_(MK).jpg?uselang=de