Giftfreies Gärtnern

Das Who’s Who im quietschfidelen Garten

 
Kohlmottenschildlaus an Schöllkraut. Foto: © Pflanzenschutzamt Berlin

Weiße Fliegen

an Gurken, Tomaten, Bohnen, Geranien, Fuchsien, Kohl, Blumenkohl, Rosenkohl, Grünkohl, Wirsing

Die Mottenschildläuse, Weiße Fliegen genannt, saugen den Pflanzensaft wodurch Flecken auf den Blättern entstehen. Sie scheiden Honigtau aus, auf dem sich außerdem der Rußtau-Pilz ansiedeln kann, der den Stoffwechsel der Pflanzen zusätzlich stört.

Biologie

Als Weiße Fliege (Aleyrodina) bezeichnet man die Mottenschildlausarten Kohlmottenschildlaus (Aleyrodes proletella) und Gewächshaus-Weiße Fliege (Trialeurodes vaporariorum). Sie sind nur 1,5 – 2 mm klein und haben weiß bepuderte Flügel. Sie sitzen auf den Blattunterseiten und fliegen bei Berührung auf. Die Kohlmottenschildlaus überwintert als erwachsenes Tier an verschiedenen Pflanzen, vor allem an Kohl. Sie tritt besonders in trockenen Spätsommern massenhaft auf. Die Eier und die gelblich-grünen Larven befinden sich an der Blattunterseite. Die Gewächshaus-Weiße Fliege wurde aus Amerika eingeschleppt und überwintert normalerweise nur an Pflanzen im Gewächshaus.

Anbauempfehlungen

  • Nähe zu Raps- und Erdbeerfeldern meiden.
  • Ausreichende Pflanzabstände einhalten.
  • Sortenwahl (runde Tomaten weniger anfällig als Fleischtomaten).
  • Auf nicht befallene Jungpflanzen achten.
  • Lauch und Sellerie in Mischkultur anbauen.
  • Kohl in weiter Fruchtfolge anbauen (Anbaupause: vier Jahre).
  • Abdeckung von Kohl mit engmaschigem Kulturschutznetz (Maschenweite 0,8 mm).

 

Abwehr

Kulturführung

  • Boden durch Gießen und Mulchen feucht halten.
  • Gewächshaus regelmäßig lüften.
  • Reste von Kohlbeeten abräumen und gut kompostieren.

Nützliche Pflanzen

 

 

Quellen:
Biologischer Pflanzenschutz im Garten. Otto Schmid, Silvia Henggeler. 10. Auflage 2012. Ulmer Verlag

Pflanzenschutz im Biogarten. Marie-Luise Kreuter. 5. Auflage 2003. BLV Verlag
www.oekolandbau.de
www.hortipendium.de/